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Expeditionsbericht

Wir warten alle sehnlichst auf die fertigstellung unseres Expeditionsberichtes. Aber gut Ding will weile haben und knapp 100seitige Werke wollen erst einmal korrekturgelesen und in das richtige Layout gebracht werden.

Nebenher studieren wir auch alle fleißig weiter und vor allen die jenigen mit den notwendigen PC-FĂ€higkeiten sind chronisch ausgelastet.

In wenigen Wochen wird es aber so weit sein! Dann gibt es hier den großen Expedbericht zum Downloaden. Bis dahin noch: Entschuldigung, dass wir euch so lange warten lassen.

Letztes Vorbereitungstreffen am Grimselpass

 

Wir waren kaum aus dem Donautal heimgekommen, da stand auch schon das nĂ€chste Vorbereitungswochenende an. Gleich vier Tage konnten wir diesmal zusammen klettern. Zumindest diejenigen von uns, die nicht am Freitag noch Klausuren schreiben mussten. Da wir ein wenig höher hinaus wollten, zog es uns in die wunderbare Plattenwelt des Grimselpasses. Alpines Wetter und VerhĂ€ltnisse gab es dann auch gleich inklusive. Bei Nebel und Wind durften wir unsere AusrĂŒstung und Motivation testen und die ĂŒberall noch anzutreffenden Schneefelder machten so machen Zustieg aufregender.

Da der organisatorische Teil nur mehr Kleinigkeiten umfasste, konnten wir uns voll aufs Klettern konzentrieren. NatĂŒrlich durfte die wohl fotogenste Route am Grimsel – Motörhead (6a+, Bilder s.u.) – auf der todo-Liste fĂŒr dieses Wochenende nicht fehlen. Gleich zwei Seilschaften kĂ€mpften sich durch die 14 SeillĂ€ngen dieser traumhaften Rissverschneidung. Aber auch der Rest kam auf seine Kosten. Zwischen zwei Begehungen der Fair Hands Line (6a) und einer der Schwarzbrunnenfluh (6b+) wurde viele viele Meter ĂŒber Platten geschlichen und getanzt. Eine Disziplin, von der wir hoffen, sie in Spitzbergen nicht zur Perfektion bringen zu mĂŒssen.

Abschluss des Wochenendes bildete das obligatorische Gruppenfoto in den auch bereits eingetroffenen knallgrĂŒnen JDAV Spitzbergen T-Shirts. Unser nĂ€chstes Zusammentreffen wird dann auch schon am Flughafen in Frankfurt sein!

Eine ausfĂŒhrliche Bilder-Galerie findet sich auf der Seite vom Kaktusteam.

Michael Knoll in der "Fair Hands Line"
Philipp SchÀdle an den Seeplatten
Rebecca Michiels an den Seeplatten
Michi Fitz schleicht die Platten hoch ĂŒber dem RĂ€terichsbodensee hoch
Das Expeditionsteam mit den Team-T-Shirts
Philipp in der "Fair hands line"

Bilder aus der Motörhead

Christian K. in der Traumverschneidung
Konstantin an der SchlĂŒsselstelle des oberen Teils
Christian K. auf den Platten des oberen Teils
Christian M in der dritten SeillÀnge
Christoph klettert die letzte LĂ€nge der großen Verschneidung
Am Verschneidungsansatz

Erste Vorbereitungstour im Donautal

Kochen der geplanten Rationen
Klettern am Schreyfelsmassiv
Philipp im "Weg der Jugend"
In der zweiten SeillÀnge im "Weg der Jugend"
Das gesamte Spitzbergen Team - zum ersten mal zusammen

Dank langfristiger Terminplanung konnte das gesamte Spitzbergen Team vollstÀndig zur zweiten Vorbereitungstour im Donautal antreten. Das Wochenende war neben dem gemeinsamen Klettern und kennen lernen vor allem organisatorischen Details gewidmet.

 

Am Samstag zog uns das gute Wetter zunÀchst an den Schreyfels. In wechselnden Seilschaften kletterten wir zahlreiche klassische MehrseillÀngentouren im 6. und 7. Schwierigkeitsgrad. Dabei ging es uns weniger um die sportliche Leistung, sondern vor allem darum, als gesamtes Team zusammen unterwegs zu sein, und unterschiedliche Seilschaftskombinationen auszuprobieren.

Anschließend setzten wir uns zusammen um weitere Details unserer Expedition zu besprechen. Neben dem Erstellen genauer Packlisten, Planung des Schiffstransfers etc. ging es um viele Kleinigkeiten, die es noch zu regeln gilt. Auch unser genauer Tourenverlauf wurde noch einmal besprochen und eventuelle Probleme identifiziert – es wurde ein langer Abend!

 

Obwohl am Sonntagmorgen die Sonne dann an die Felsen lockte, kamen wir noch einmal zusammen und Christian und Manu gaben uns einen kurzen Überblick ĂŒber die medizinische AusrĂŒstung. Dazu noch eine kurze Übung zur behelfsmĂ€ĂŸigen Bergrettung.

Außerdem waren bereits die ersten der von unsern Sponsoren Julbo und Ortovox bereitgestellten AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde angekommen und konnten von uns voller Freude ausgepackt und im ersten Einsatz getestet werden! Danke fĂŒr die UnterstĂŒtzung.

 

Ein Teil der Gruppe brach zum Abschluss dann noch einmal zum Klettern zu den Hausener Felsen auf. Dort vergnĂŒgten wir uns ein bisschen mit anspruchsvoller Kletterei in zum Teil von Christian selbst eingebohrten Routen. Christoph und Michi gelang dabei noch die erste Rotpunktbegehung eines Projektes im oberen 6. Grad.

 

Nach diesem Wochenende können wir eine insgesamt positive Bilanz der bisherigen Planung ziehen. Ein Großteil der organisatorischen Vorbereitung ist abgeschlossen und es geht nun um Details. Wichtiger ist aber wohl, dass sich die Gruppe als gutes Team zusammen finden konnte, das bereit ist fĂŒr die Herausforderung und diese verantwortungsvoll gemeinsam angeht. So sind wir recht zuversichtlich, dass wir auch nach drei Wochen in der Arktis noch gut zusammen arbeiten können.

Vorbereitungen in Spitzbergen

Schneeverwehungen am Zeltplatz von Longyearbyen
Christian beim Beladen der AnhÀnger
Abladen des Depots am Hoglandsvatn
Heimfahrt ĂŒber den nĂ€chtlichen Sassenfjord

Am 27. MĂ€rz ging es fĂŒr mich nach Spitzbergen um fĂŒr Spitsbergen-Tours eine Schneeschuhtour zu fĂŒhren. Bis auf einen Tag mit Schneesturm war das eine sehr interessante Erfahrung, bei Temperaturen um -25 Grad eine Woche in einer Schneehöhle zu leben. Bilder von dieser Tour findet ihr bei mir auf der Homepage oder auf der Seite von Terrapolaris.

 

In Longyearbyen konnte ich aus den VorjahresrestbestĂ€nden unseres Sponsors nahezu unsere komplette Verpflegung zusammensuchen. Das bedeutete stundenlanges heraussuchen und sortieren draußen in der KĂ€lte am Container-Lagerplatz in Longyearbyen. Hier möchte ich mich besonders bei meiner Guide-Kollegin Katja Förster fĂŒr die tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung bedanken.

Ein paar Dinge habe ich dann noch im örtlichen Supermarkt nachgekauft und alles in 4 Wasserdichte Tonnen, eine Zarges Box und unsere Pulkas verpackt. Insgesamt sind das knapp 100 kg Essen, Brennstoff und Kocher.

Nach Ostern war es dann soweit. Gemeinsam mit Andreas Umbreit wurden die Sachen auf die AnhĂ€nger der Motorschlitten geladen und wir fuhren nach Norden. Dort verlegten wir ein bisheriges Depot von Spitsbergen Tours vom Alandsvatn an den Hoglandsvatn und deponierten dort auch unsere AusrĂŒstung, was stundenlange Schaufelarbeit im stark verwehten MorĂ€nengelĂ€nde bedeutete. Bleibt zu hoffen, dass wir unser Depot im Juli unbeschĂ€digt wieder vorfinden.

Nach dieser 19-stĂŒndigen Motorschlitten Tour waren wir dann ziemlich geschafft, aber es hatte sich gelohnt und wir hatten vieles im GelĂ€nde erledigt.

Unser Dank gilt insbesondere TerraPolaris / Spitzbergen Tours fĂŒr die logistische UnterstĂŒtzung unserer Expedition.

Christian Katlein

Besuch auf der Ispo

FĂŒr unsere Spitzbergen Expedition im Sommer 2009 waren wir von Sonntag bis Montag auf der ISPO Winter 2009 in MĂŒnchen unterwegs. Ziel war die Werbung von Sponsoren fĂŒr unser Vorhaben. Neben zahlreichen Absagen und "kein Budget, tut uns leid", haben wir auch einige sehr interessante Zusagen bekommen, welche uns fĂŒr die weitere finanzielle Gestaltung der Expedition sehr weiterhelfen werden.

Einer der nettesten Kontakte der Messe war der englische Hardwarehersteller DMM, der uns mit Klettermaterial versorgen wird. Die Firma produziert edelste Kletterhardware, zu leider auch sehr edlen Preisen, aber das Zeugs ist seinen Preis wert!

Neben 1000 verschiedenen Produkten fĂŒr alles mögliche und unmögliche war ein lustiges Gimmick ein "Kletterförderband", das "Klettern am laufenden Band" ermöglichte - Preis: lustige 30.000 Euro und eine Eiskletterwand aus Styropor, die wirklich richtig Spaß gemacht hat, auch wenn die EisgerĂ€te schiergar nicht mehr rausgekommen sind. 


Wie auf den Fotos zu sehen waren wir auch fleißig am am trainieren und hatten ersten Kontakt zu EisbĂ€ren...

Vorbereitungstour Winter

Unser Lager
Die Pulka
Gaisalpfall
Entschenkopf

Die erste Kennenlerntour – GaisalpfĂ€lle AllgĂ€u

Nachdem das Team ausgesucht wurde und einige Aufgaben bereits erledigt oder zumindest schon einmal verteilt wurden, mussten wir uns natĂŒrlich auch alle einmal persönlich besser kennen lernen. Was lag also nĂ€her als sich im Winter einmal zum Eisklettern zu treffen? Einen passenden Termin fĂŒr zehn aktive Jugendleiter zu finden war dabei allerdings alles andere als einfach. Spontan haben wir uns dann als Termin fĂŒr das erste Wochenende im neuen Jahr entschieden, wobei letztlich leider doch noch einige von uns kurzfristig absagen mussten.

 

Unser Ziel sollten die GaisalpfĂ€lle im AllgĂ€u sein, wo wir unterhalb davon auch unser Lager mit Zelten aufschlugen. Beim Aufstieg dorthin ĂŒber eine Rodelstrecke konnten wir alle bereits erste Erfahrungen beim Ziehen der von Uli neu gebauten Pulka sammeln. Nicht schlecht, denn zwei dieser Transportmittel wollen wir schließlich auch auf den Gletschern Spitzbergens verwenden.

 

Bei deutlichen Minusgraden um die -10 °C zog es uns am ersten Abend nach dem Abendessen doch recht schnell in die meist warmen SchlafsĂ€cke. Wem diese Nacht auf Grund der Temperatur keine Schwierigkeiten bereitete, sollte im arktischen Spitzbergen wohl auch keine Probleme bekommen. Am nĂ€chsten morgen brachen wir zum Eisklettern auf und durchstiegen auch gleich den mit 5 SeillĂ€ngen langen Gaisalpfall mit Schwierigkeiten im 3.-4. Grad. DafĂŒr, dass sich die Seilschaften bis dahin alle noch nicht kannten, lief alles ziemlich reibungslos und es konnte ein durchweg positives Fazit gezogen werden. Am Abend wurde wie bereits am Tag zuvor, gemeinsam gekocht, ĂŒber ausstehende Fragen bezĂŒglich der anstehenden Expedition diskutiert und natĂŒrlich auch noch ĂŒber vieles weitere geredet und gelacht.

 

Am zweiten Tourentag entschieden wir uns dann fĂŒr eine winterliche Wanderung auf den Entschenkopf. Im Sommer sicherlich eine recht einfache Wanderung die keinem von uns irgendwelche besonderen Anstrengungen abverlangen wĂŒrde, erwies sich diese im Winter, insbesondere im Abstieg ĂŒber den Gaisalpsee, als gar nicht mal so harmlos. Und wir alle waren glaube ich ganz froh, dass wir doch eines unserer EisgerĂ€te mitgenommen haben. Wieder unversehrt am Lager zurĂŒck, musste dieses natĂŒrlich noch abgebaut werden, bevor wir beim Abstieg die voll beladene Pulka nun als Schlitten testeten. Uli konnte dabei durchaus mit den anderen Rodlern auf der Rodelstrecke mithalten, aber noch viel wichtiger, sie hielt den Beanspruchungen und dem ersten HĂ€rtetest stand. Die drei ersten Tage gemeinsam auf Tour lassen uns noch auf viele weitere schöne Tage hoffen und wir sind schon voller Vorfreude auf die nĂ€chste schon in Planung befindliche Vorbereitungstour.

Unsere Sponsoren: